Trailwochenende Davos

Davos, das muss ein paar mal im Jahr einfach sein, zumal die Destination Davos-Klosters aktuell die Preisschraube anzieht und zu erwarten ist, dass sich der bergbahngestützte Enduro-Trailspaß in den kommenden Jahren massiv verteuern wird - und das in der ohenhin schon hochpreisigen Schweiz.

Es ist die Rede davon, die Bergbahnen mit der Davos-Klosters-Card auch im Sommer nicht mehr (für Personen/Wanderer) komplett kostenfrei anzubieten. Beim Einzel- bzw. Tagesticket für das Bike hat sich der Preis von 2018 auf 2019 schon von bislang 5,-/10,- SFR auf nun 10,-/20,- SFR verdoppelt. Die Preisschraube wird wohl noch weiter angezogen.
Erfreulich ist hingegen, dass es bei den (wenigen) Trailsperrungen wieder Bewegung gibt und diese ab der kommenden Saison aufgehoben werden könnten.

Doch zurück zu unserem erneuten Besuch in Davos. Nachdem Frank und ich im Juli mit dem Wohnmobil auf dem Campingplatz an der Talstation der Rhinerhorn-Bahn in Davos-Glaris Station bezogen hatten, wählten wir diesmal zusammen mit Micha, der zum ersten Mal in Davos war, die Jugendherberge. Wer sich dabei nun mit Grauen an Zeiten von Schullandheimaufenthalten mit versifften Betten und schlechtem, billigem Essen zurück erinnert - weit gefehlt. Mit früheren Zeiten haben heutige Jugendherbergen nicht mehr viel gemeinsam.
Ok, man findet natürlich noch immer die traditionellen Mehrbettzimmer mit Doppelstockbetten und Etagendusche. Es gibt aber für einen etwas höheren Preis auch Zwei- und Dreibettzimmer mit eigenem Bad. Gerade in den schweizer Jugendherbergen ist der Standard recht hoch, und der Preis für schweizer Verhältnisse angemessen. Gut 70,- SFR für eine Nacht mit Halbpension kann sich durchaus sehen lassen, zumal dieser ein gutes, gesundes und reichhaltiges Frühstücksbuffet und ein 4-Gänge-Menü am Abend beinhaltet - man kann sich wenn an möchte auch richtig vollfressen.

Am Samstag nahmen wir, nachdem wir uns die Davos-Klosters-Card an der Rezeption der Jugendherberge abgeholt hatten, die Parsennbahn zum Weißfluhjoch und den Wolfgang-Trail unter die Stollen. Leider ereilte mich im oberen ruppigen Teil seit langem mal wieder eine Reifenpanne, die natürlich etwas Zeit fraß.
Zurück im Tal ging es als nächstes hinauf auf's Jakobshorn, wo wir die Abfahrt nach Sertig, also den ersten Teil des Alps Epic nahmen - eine unserer Lieblingsabfahren. Als nächstes rauschten wir auf der Straße nach Davos-Glaris, um mit der Rhinerhornbahn zum Jatzmeder aufzusteigen. Nach ein paar Trethöhenmeter konnten wir dann in den Trail, der von dieser Seite nach Sertig führt, einsteigen. Leider wird dieser inzwischen stark auch von Uphillern frequentiert, so dass wir nicht nur durch Wanderer immer wieder Gegenverkehr hatten.
Zum Abschluss des ersten Tages ging's dann nochmal vom Jakobshorn hinab nach Sertig und dann zurück in die Jugendherberge, wo wir den Tag gemütlich ausklingen ließen.
Typisch für Davos: Man trifft immer Bekannte, auch wenn man vorher gar nicht wusste, dass diese zur selben Zeit auch in Davos sind. So hatten wir bereits tagsüber Thomas, den ich vom DAV Konstanz kenne, auf der Alps Epic Abfahrt getroffen, der zusammen mit seinem Bekannten selbst in der Jugendherberge gastierte.

Am Sonntag wollten wir uns zunächst am Jakobshorn auf dem Trail unter der Seilbahn eincruisen. Leider hatte der Geberkolben von Micha's XT-Hinterradbemse, der schon am Vortag etwas gezickt hatte, nun einen Totalausfall, so dass wir uns schon bei dieser Abfahrt von Micha trennen mussten, um selbst noch ein wenig fahren zu können. Frank und ich wollten Micha aber auch nicht ewig warten lassen, so dass wir einfach nochmal kurz und bündig die Trails vom Jakobshorn und Rhinerhorn nach Sertig hinab rauschten, bevor es auf die Heimfahrt ging.

 

Mehr  Fotos der Touren gibt es in der  Bildergalerie unter  Bike-Touren |  Mehrtagestouren & Urlaub | 2019.

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