Steffen's Bikes

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Mein Hardtail: Bergamont Revox Team 29" (2018)


Technische Daten:
Rahmen: Ultra Lite High Strength Carbon (HSC)

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Gabel: Rock Shox SID RC (100mm), Remote Lockout, 15x110mm
Steuersatz: Cane Creek 40/15 series, A-Headset, semi-integriert, tapered
Vorbau: Syncros XR1.5, -8°
Lenker: Syncros FL1.0 Carbon SL T-Bar, T shape flat, 9°, 720mm
Griffe: Ergon GE1 (blau)
Schalthebel: Sram GX Eagle, 1x12-fach
Schaltwerk: Sram XX1 Eagle (12-fach)
Kassette: Sram XG-1275 Eagle, 10-50
Kurbeln / Tretlager: Sram XX1 Eagle, 34 Zähne
Innenlager: Sram BB92, Press-Fit
Pedale: XPEDO M-Force 4 CRm
Bremsen: Sram Level TLM Disc 180/160 mm
Naben: BGM PR25 1.5
Felgen: BGM PR25 1.5
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Evo, Lite Skin, Addix Speed, 29x2,25 (VR)
Schwalbe Racing Ralph, Evo, Lite Skin, Addix Speed 29x2,25 (HR)
Schläuche: Schwalbe Extralight
Sattel: SQLab 611
Sattelklemme: Bergamont
Masse ("Gewicht"): 10,30 kg

 

Nachdem mir Langfinger im Sommerurlaub 2010 mein altgedientes `97er Stevens 8.5.2 vom Wohnmobil entwendet haben, nannte ich das Canyon Grand Canyon 9.0 gut 4 Jahre lang mein Eigen. Durch einen sehr guten Deal habe ich im April 2015 das Canyon gegen ein fast neues Haibike Greed RC in 26" eingetauscht.
Inzwisischen haben die Hinterradlager der Fun Works n-light Naben nach deutlich 5-stelliger Kilometerzahl den Geist aufgegeben. Auch die Magura MT4 hat mich nie wirklich überzeugt, dazu kam dann die doch nicht mehr zeitgemäße Geometrie, Schnellspanner und nicht zuletzt 26", was mich bewegt hat, mir mal wieder ein neues Hardtail zu gönnen.
Fündig wurde ich bei Bergamont mit dem Revox Team, Modelljahr 2018, das ich dann im Juli 2019 für etwa den halben Vorjahrespreis erstanden habe.
 
Tuningmaßnahmen:

2019
Sattel, Griffe, Pedale
Wie üblich stattete ich das Revox Team gleich mit meinem Standardsattel, dem SQlab 611 aus. Auch die Standardgriffe mussten den blauen GE1 von Ergon weichen, die ich schon am BMC Trailfox fahre. Als Pedale kommen die XPEDO M-Force 4 CRm zum Einsatz, die das Gewicht des Bikes trotz der recht schweren Laufräder auf 10,30 kg drücken.
 
Wer mehr Info´s haben möchte darf mir gerne eine E-Mail schreiben, das Kontaktformular nutzen - oder hier geht´s zum Gästebuch.
 

Mein All Mountain: BMC Trailfox TF01 29" (2015)


 
Technische Daten:
Rahmen: APS Carbon (150 mm) mit X12 Steckachse

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Dämpfer: Fox Float X Adjust CTD Factory Kashima
Gabel: Fox 34 Float CTD Adjust FIT Factory Kashima 150mm
Steuersatz:  
Vorbau: Easton Haven, 55 mm
Lenker: Syntace Vector Carbon (760mm, 10mm Rise, 12°)
Griffe: Ergon GE1
Schalthebel: Sram XX1 Eagle
Schaltwerk: Sram XX1 Eagle
Kassette: LRS 1: Garbaruk 10-52 (12-fach)
LRS 2: Garbaruk 10-52 (12-fach)
Kurbeln / Tretlager: Sram XX1-Kurbel,
Garbaruk Kettenblatt 30T (oval)
AbsoluteBlack-Kettenblatt 28T (oval)
Innenlager: Sram XX1
Pedale: Contec Rapid Flatpedal
Bremsen: Trickstuff Piccola mit Bremsscheiben
LRS 1: Trickstuff Dächle HD (203/180mm)
LRS 2: Trickstuff Dächle UL (203/180mm)
Naben: LRS 1: DT Swiss EX 1501 Spline ONE (DT Swiss 240er)
LRS 2: NEWMEN Straightpull Gen2
 
Felgen: LRS 1: DT Swiss XM 1501 Spline ONE
LRS 2: NEWMEN Evolution SL X.A.25 Aluminium
Reifen: LRS 1:
Schwalbe Magic Mary 2.35 (VR)
Schwalbe Hans Dampf 2.35 (HR)
LRS 2:
Schwalbe Fat Albert 2.35 (VR)
Schwalbe Nobby Nic 2.35 (HR)
Schläuche: Aircomp Latex C4 (SV) 26"
Sattel: SQLab 611
Sattelstütze: Rock Shock Reverb Stealth 150mm
Sattelklemme: BMC
Masse ("Gewicht"): mit LRS 1: 13,17 kg
mit LRS 2: 12,56 kg

 

Warum ein 29" Allmountain?
Eigentlich war ich eingefleischter 26"-Fahrer und Fan. Alle Welt redete aber davon, wie viel besser so ein 29"-Bike im groben Gelände funktionieren soll. Das, und die Tatsache, dass man im Jahre 2016 quasi keine 26"-Bikes mehr auf dem Markt findet, hat mich veranlasst, die schweizer Allzweckwaffe nun doch mal in 29" anzuschaffen.
Der erste Test bei Freiburg auf Rosskopf und Borderline offenbarte, dass man ein 29"-Bike mit gut 13 kg durchaus besser pedalieren kann, als ich es mir vorgestellt habe. Gerade das TF01 ist in der Tat recht agil und im Uphill dank effektivem CTD des Float X Dämpfers sehr effizient. Auch bergab fühlt man sich auf dem TF01 in 29" durchaus wohl - auch wenn ich den vielzitierten und versprochenen "Aha"-Effekt selbst auf der rupppigen Borderline nicht so recht feststellen konnte.
Erstes Fazit: Das Trailfox in 29" ist durchaus gelungen und verdient somit zu Recht einen Platz in meinem Fuhrpark.
 
Tuningmaßnahmen:

2016
Eigentlich gibt es am Trailfox, zumal in der TF01-Variante, auch bei der 29"-Version aus 2015 erst mal wenig Grund, etwas zu ändern. Dennoch habe ich natürlich einige Parts ausgetauscht.
Sattel
Beim Sattel gehe ich schon lange keine Kompromisse mehr ein und fahre konsequent den SQLab 611 in 14cm Breite. Dieser Sattel kam also so gleich auch auf's 29er Trailfox.
Griffe
Nachdem ich die Ergon GE1 mal testweise ausprobiert habe, komme ich mit diesen prima zurecht. Also sind sie bislang dran geblieben.
Pedale
Wie schon am Trailfox TF01 in 26" habe ich auch am 29er die Contec Rapid Flatpedale mit ihrem sensationell geringen Gewicht von unter 250g montiert.
Flat-Pins
Passend zum Farbkonzept des TF01 2015 tauschte ich die silberfarbenen Pins der Flatpedale gegen blau eloxierte aus.
Schläuche
Wie in allen Bikes habe ich gleich auf Latexschläuche umgerüstet. Das Schöne daran: Keine Sauerrei wie bei schlauchlos mit Dichtmilch, aber deutlich leichter als die Original-Butyl-Schläuche, zumal man wegen der Dehnbarkeit von Latex problemlos 26"-Schläuche im 29er Laufrad montieren kann.
Marsh Guard
Ja, er gehört heutzutage fast schon zum guten Ton und befindet sich deshalb passend zum Farbkonzept mit blauer Schrift am TF01.
Vorderreifen
Nach matschigen Trails am Reschen, bei denen der Mountainking am Vorderrad keine extrem gute Figur gemacht hat, habe ich auf einen Schwalbe Magic Mary 2.35 umgerüstet. Auch wenn dieser deutlich schwerer ist (ca. 150 g), muss ich sagen: Vom Grip her ist das eine Offenbarung am enduroorientierten Trailbike.

2019
Nach dem Verkauf meines BMC Trailfox TF01 in 26" samt dem zusätzlichen Tune-Laufradsatz ging es dieses Jahr ans (Gewichts-)Tuning des 29er Trailfox. Bereits im Juli 2018 hatte ich die Trickstuff Piccola bestellt - prognostizierte Lieferzeit 6 Monate, was sich durch Probleme mit einer Charge Pumpengehäuse nochmal fast 2 weitere Monate verzögerte.
Bremsem
Wie gerade schon erwähnt, habe ich die original verbaute Sram Guide Bremsanlage, die für eine 4-Kolben-Bremse nicht gerade mit Bremskraft, dafür aber mit hängenden Geberkolben "glänzte", durch die Trickstuff Piccola ersetzt, was zusammen mit den Dächle UL Bremsscheiben rund 200 Gramm einspart. Beim DT Laufradsatz habe ich jedoch die Dächle HD gewählt, um für grobere Allmountain- bis Freeride-Einsätze in den Alpen noch mehr Standfestigkeit zu erlangen.
Laufradsatz
Durch den Verkauf des deutlich leichteren BMC Trailfox TF01 in 26" sollte das 29er für den gemäßigten Toureneinsatz und leichte Trails im S1 bis leichtem S2 Bereich leichter werden. Also habe ich neben der Trickstuff Piccola in einen Laufradsatz mit Newmen Straightpull-Naben (Gen2), NEWMEN Evolution SL X.A.25 Aluminium Felgen, Sapim CX-Ray Speichen und passend zum Farbkonzept blauen Polyax-Nippeln investiert. Während der DT Swiss EX 1501 Spline ONE 1775 g auf die Waage bringt, liegt der Newmen Laufradsatz bei gerade mal 1434 g.
Kassette
Zusätzlich habe ich am neuen Newmen Laufradsatz die Bandbreite des 1x11-Antriebs durch eine e*13 TRS Race 9-46 Kassette für den Toureneinsatz in den Alpen ebenfalls erweitert. Mit 511% Bandbreit liegt diese sogar über dem Eagle 12-fach Antrieb mit original Sram Kassetten, und spart dank der leichten e*13 Kassette auch noch Gewicht selbst gegenüber Eagle XX1 ein.
Kettenblatt
Im Rahmen des Umbaus tauschte ich auch noch das Kettenblatt und reduzierte für steile und lange Alpenanstiege die Größe um 2 Zähne auf 26. Hierfür kommt ein zum Farbkonzept passendes blaues Direct Mount Kettenblatt von Garbaruk zum Einsatz. Durch Wegfall des vorherigen Spiders spart das ebenfalls noch einmal 40 Gramm ein.
Für den Einsatz auf den Hometrails habe ich testweise zusätzlich ein ovales Absolute Black-Kettenblatt 28T gekauft und aktuell montiert.

2020
Antrieb (Schaltwerk, Schalthebel, Kassette und Kettenblatt)
Nachdem e*13 seine leichte 9-46 TRS Race Kassette für 1x11-Antriebe vom Markt genommen hat, wurde die Luft für 11-fach Kassetten mit großer Bandbreite von über 500% bei geringem Gewicht mehr als dünn. Da mir die Bandbreite am DT Swiss Laufradsatz mit der original Stram Kassette (10-42) einfach zu gering war, entschied ich mich auf 12-fach umzurüsten. Aus Gewichtsgründen und wegen der Verstellbarkeit des Schalthebels fiel die Wahl auf ein Sram XX1 Eagle Schaltwerk und Shifter, die ich mit einen ovalen 30T Kettenblatt sowie der mit 336 Gramm sehr leichten 10-52 Kassette von Garbaruk kombiniert habe.
Ganz kommt die Kassette von Garbaruk nicht an die Performance einer original Sram Kassette. Die Schaltvorgänge sind zwar präzise, doch habe ich auf dem dritt- und viertkleinsten Ritzel ein leichtes Klackern durch Berührung eines Zahns des darunter liegenden Ritzels durch die äußere Kettenlaschen. Durch Verstellen der Zugspannung am Schalthebel lässt sich das leider nicht so korrigieren, dass die Schaltvorgänge über alle 12 Ritzel noch sauber funktionieren. Ich vermute, hier liegt eine etwas zu große Abweichung bei der Fertigungstoleranz vor.
Im Fahrbetrieb ist das leichte Klackern nur hin und wieder (nach manchen Schaltvorgängen auf das dritt- oder viertkleinste Ritzel) wirklich zu hören. Angesichts dessen, dass die Sram XX1 Eagle Kassette mit 10-52 derzeit selbst im Onlinehandel rund 375 Euro und damit etwa 135 Euro mehr als die Kassette von Garbaruk kostet und mit einem ebenso hohen Gewicht (375 g) auch noch rund 40 Gramm schwerer ist, kann ich das  verschmerzen.
Das Mehrgewicht des Eagle-Antriebs beträgt somit erfreulicherweise gerade mal 60 Gramm.
 
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Mein Winterfully: Cube AMS pro 100 (Customaufbau 2009)


Technische Daten:
Rahmen: Cube AMS pro 100

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Dämpfer: Rockshox Monarch R
Gabel: Rock Shox SID Race mit Poploc
Steuersatz: Funworks N-Light
Vorbau: Ritchey WCS, 100mm
Lenker: Ritchey WCS, 66cm Riser Bar
Griffe: Ergon GX2 Magnesium
Schalthebel: Shimano Deore XT (SL-M770)
Schaltwerk: Shimano Deore XTR (RD-M971)
Umwerfer: Shimano Deore XTR (FD-M971)
Kurbeln / Tretlager: Shimano XTR (FC-M970)
Innenlager: Shimano XTR (Hollowtech II)
Pedale: Ritchey Clipless
Bremsen: Magura Marta SL carbon (Disc) 180/160 mm
Naben: DT Swiss X 1650 (LRS 1) / Iridium (LRS 2)  
Felgen: DT Swiss X 1650 (LRS 1) / Iridium (LRS 2)
Reifen: Schwalbe Nobby Nic 26x2.25
Schläuche: Aircomp Latex C4 (SV)
Sattel: SQLab 611
Sattelstütze: Ritchey (WCS)
Sattelklemme: KCNC
Masse ("Gewicht"): 11,75 kg (LRS 1) / 12,0 kg (LRS 2)

 

Zugegeben, diese Bike ist inzwischen (2019) ziemlich in die Jahre gekommen und man kann sich damit trotz XTR-Ausstattung sicher in keinen Startblock mehr guten Gewissens sehen lassen. Nicht zuletzt wegen des tollen und voll tourentauglichen BMC Trailfox TF01 und für die schnellen, eher weniger traillastigen Runden das Bergamont Revox Team in meinem Fuhrpark nutze ich das AMC pro 100 eigentlich nur noch als Winter-Trainingsbike bei Matsch und Schnee, wenn mir die anderen Bikes einfach zu schade sind.

Der Weg zum jetztigen Fully:
2002
Seit Frühjahr 2002 gehöre ich nun also auch zur Fraktion der Fully-Fahrer. Aufgrund der guten Testergebnisse und des super Preis-Leistungsverhältnisses fiel die Wahl auf ein Canyon Nerve 5. Wie Anno '97 mit meinem Stevens 8.5.2 gab es für Insider bei diesem Bike nicht viel zu sagen: Wie schon erwähnt ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis, Top-Parts, was will man(n) / frau mehr... Nachdem ich nun schon einige Fullys probehalber gefahren war, habe ich mich bewußt für einen Viergelenker entschieden. Die eher klassische Geometrie mag zwar etwas konservativ erscheinen, doch überzeugte das Nerve 5 durch eine für Viergelenker typische höhere Steifigkeit gegenüber Eingelenkern und die Möglichkeit, in kniffligen Passagen - wie sie in den Alpen doch häufig anzutreffen sind - den Sattel weit herabzuschieben.

 


Der SID-Dämpfer des originalen Canyons bedarf sicher keiner großen Erläuterungen: leicht, zuverlässig und vielfältig einstellbares Federverhalten, kombiniert mit 95mm Federweg am Hinterbau bietet er sportlich orientierten Toruenfahrern und Marathonisti / Racern alles, was zu einem Top-Dämpfer gehört. Etwas mehr Augenmerk verlangt da schon die 2002er Manitou Black Super Air. Die Verbesserungen - insbesondere in Punkto Steifigkeit - haben ihr in bislang allen Federgabeltests 2002 Spitzenplatzierungen eingebracht. Und mit ihren 100mm Federweg bietet sie dank sensiblem Ansprechverhalten und zahlreicher Einstellmöglichkeiten viel Sicherheit und Komfort, und das bei einem dank ihrer Luftfederung durchaus akzeptablen Gewicht. So lautet das Testurteil des "Mountainbike"-Magazins "überragend". Auch wird der Black Super Air volle Scheibenbremsentauglichkeit diagnostiziert, was sich am Nerve 5 bei der extrem leichten, aber dennoch mannhaft zupackenden, Marta aus dem Hause Magura bezahlt macht. Mit den weiteren leichten und dank Industrielager robusten Iridium-Parts bot Canyon somit ein hochwertiges Fully mit breiten Einsatzmöglichkeiten an, an dem es meiner Meinung und meinen Erfahrungen nach nichts auszusetzen gab.

 

2009
Rahmen und Dämpfer
Tja, ich war also rundum zufrieden, bis mir der Rahmen im Frühjahr 2009 an einer der hinteren Gelenkaufnahmen brach. Nun begann die Qual der Wahl aufs Neue. Sollte ich mir ein komplett neues Fully kaufen? Nun, es sprach natürlich vieles für ein neues Bike - die neuesten Parts, .... aber was fange ich dann mit den durchaus noch brauchbaren Parts des Canyon an? Ich entschied mich schließlich, die alten Parts weiter zu verwenden und kaufte mir recht günstig einen Cube AMS pro 100 mit Fox Float RP 23 Dämpfer. Anno '09 war das einer der angesagtesten, leichtesten und dank Plattform hochgelobtesten Dämpfer am Markt. Da konnte man nichts falsch machen. Dazu noch ein neuer Steuersatz in passender Optik, die alten Parts generalüberholt und ich hatte für laue paar hundert Euro ein Bike mit "Neu-Gefühl". Da ich jetzt diesen Weg eingeschlagen habe, das Bike nicht von der Stange neu zu kaufen, begann in diesem Moment der Aufbau eines richtiges Custom-Bikes.

 

2010
Laufradsatz
12,4 kg an einem "preisvernünftigen" Alu-Fully sind ok, aber das geht doch noch leichter. Wo spart man also am Besten Masse (umgangssprachlich Gewicht)?
Klar, die rotierende Masse (= Laufräder) muss leichter werden. Daher kommt zu meinem alten Laufradsatz des Canyon-Bikes mit Iridium-Parts (1.900 g) noch ein neuer, leichterer LRS dazu. Ich entschied mich gegen einen sündteuren LRS mit Acros, Tune, Chris King und co, und gönnte mir "nur" einen LRS mit Fun Works N-Light Naben in rot, No Tubes ZTR Olympic Felgen, Sapim CX-Ray Messerspeichen, roten Alu-Nippeln und Fun Works Titan-Schnellspannern (natürlich in rot :-) ) mit einer Masse von 1.420 g.
Federgabel
Trotz normalerweise sorgfältigem Vorgehen beim Anziehen von Schrauben passiert mir das Malheur: 2 Tage vor der Abfahrt zum Gardasee überdrehe ich das Magnesium-Gewinde der PM-Scheibenbremsenaufnahme an meiner Manitou Black Super Air. Dank längerer Schraube und 2-Komponentenkleber überlebt das Ganze eine Woche Gardasee-Trails ohne Probleme - auf Dauer ist das aber keine Lösung. Daher wurde die Black durch eine Rock Shox SID Race mit Poplock ersetzt.
Scheibenbremse
Auch die hintere Marta zieht immer wieder Luft. Einschicken einer 8 Jahr alten Bremse oder doch gleich eine neue Bremsanlage? Ich entschied mich für letzteres. In der Bucht fand ich auch das richtige Modell für mein Cube: Eine neue Magura Marta SL mit Carbonhebeln - natürlich in rot :-) .
Lenker, Vorbau, Sattelstütze
Nachdem mein neues Hardtail (die näheren Umstände siehe  mein Hardtail) nun einen "modernen" breiten Riserbar mit 66 cm hat, und die alten Iridium-Parts ohnehin aus Sicherheitsgründen (Bruchgefahr) mal ausgetauscht werden müssten, entschied ich mich, dieselben Ritchey-Parts, welche auch am neuen Hardtail sind, zu montieren.

 

2011
Griffe
Nachdem ich mir am neuen Hardtail die Ergon GX2 Magnesium montiert hatte, wollte ich auch am Fully nichts anderes mehr. Also hab ich mir die Griffe auch hier montiert. Bei manchen Sachen stimmt der Wahlspruch - so wie auch hier: Einmal Ergon, immer Ergon. Ich will nichts anderes mehr, seitdem ich die Griffe einmal gefahren bin.
Sattelklemme
Mein Schwarz-Rot-Aufbau geht weiter. nach der roten Magura Marta SL carbon und den N-Light-Laufrädern mit roten Naben und Alunippeln ziert jetzt auch ein roter KCNC-Sattelschnellspanner mein Cube.
Antrieb (Schalthebel, Umwerfer, Schaltwerk, Kurbelgarnitur)
Nach 9 Jahren hartem MTB-Einsatz waren die XT-Komponenten trotz ihrer zweifellosen Qualität und Langlebigkeit nun doch "ausgeleiert". Sie funktionierten zwar noch, doch das Schalten war alles andere mehr als "knackig". Sicher hat sich in diesem Punkt auch in den 9 Jahren nochmal einiges getan. So tauschte ich die alten LX-Shifter gegen neue 2011er XT-Shifter, den XT-Umwerfer und das XT-Schaltwerk gegen 2010er XTR-Teile der 971er Baureihe, die es mit einem guten Händchen seit Jahresbeginn 2011 für den Preis einer XT-Ausstattung zu erstehen gibt. Das bedeutet im Vergleich zur alten Ausstattung nochmal eine Massereduktion. Nach einigem Suchen fand ich dann auch noch die 970er XTR-Kurbel samt Innenlager für einen unschlagbar günstigen Preis - und noch einmal konnte ich die Masse gegenüber der alten XT (Hollowtech I) um fast 200g reduzieren.
Laufräder
Hier habe ich den Absprung von den Butylschläuchen zu Latexschläuchen vollzogen. Neben größerem Pannenschutz und besserem Rollwiderstand heißt das nochmal eine Gewichtsreduktion um 120 g im Vergleich zu Standard-Butylschläuchen.
Durch all diese Maßnahmen ist die Masse (umgangssprachlich das Gewicht) meines Cubes auf 11,5 kg (N-Light-LRS) bzw. 12,0 kg (Iridium-LRS) gesunken.
2020
Dämpfer
Über die Jahre bei ausschließlichem Einsatz unter widrigsten Bedingunen mit Nässe, Salz, Schlamm und Schnee hat der zugegeben auch wenig gepflegte Fox RP23 Dämpfer nun den Geist aufgegeben - keinerlei Dämpfungsfunktion mehr, sod dass man sich durch sich aufschaukelndes Wippen wie auf einem wilden Stier fühlte, der einen abwerfen will.
Da unklar war, ob sich der Dämpfer durch einen Service für rund 110-130 Euro "wiederbeleben" lässt, entschied ich mich zum Kauf eines neuen Dämpfers. In den nötigen Maßen von 160 mm EInbaulänge bei 40 mm Hub war die Auswahl alles andere als üppig. Außerdem wollte ich für's uralte Winterbike nicht unnötig viel Geld augeben, und so wurde es kurzerhand ein Rockshox Monarch R, den ich samt den nötigen passenden Dämpferbuchsen für 190 Euro erstehen konnte.
 
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Mein Rennrad: Ciöcc

Technische Daten:
Rahmen: Stahl
Steuersatz: Ritchey
Kurbeln / Tretlager: Shimano 105 (3-fach)
Innenlager: Shimano BB5500
Pedale: Ritchey Clipless
Naben: Campagnolo Chorus
Felgen: Mavic Reflex
Reifen: Continental Grand Prix 3000
Schaltwerk: Campagnolo Chorus
Umwerfer: Shimano Deore XT
Bremsen: Shimano 600
Schalt-Brems-Einheit: Campagnolo Chorus Ergopower
Sattel: Selle Italia Flite
Sonstige Parts: Ritchey
Masse ("Gewicht"): 10,9 kg

Seit Frühjahr 2001 habe ich nun dieses schon damals nicht mehr ganz aktuelle, aber immer noch qualitativ und technisch hochwertige Rennrad von der italienischen Traditionsschmiede Ciöcc. über die verwendeten Komponemen braucht man denke ich nicht viele Worte zu verlieren. Sowohl die Shimano als auch die Campa-Teile funktionieren einwandfrei und sind - entgegen vielerlei Behauptungen - sogar (zumindest teilweise) kompatibel. Dies gilt zumindest für die Kombination der Shimano 105er Kettenblätter mit Campa-Ritzel und Sachs-Kette. Einzig das Gewicht ist wegen des recht schweren Stahlrahmens etwas hoch. Sehr zufrieden bin ich insbesondere mit den Conti Grand Prix 3000 Reifen. Neben einer für Rennradreifen beachtlichen Laufleistung bietet dieser Reifen eine hohe Pannensicherheit und äußerst gute Fahreigenschaften.
 
Update:
Zwischenzeitlich nutze ich das Rennrad aber nur noch selten und wenn, dann ausschließlich auf der Rolle im heimischen Keller. Wie an anderer Stelle schon geschrieben, hat das Biken bei mir das Rennradfahren seit vielen Jahren aus mehreren Gründen vollständig ersetzt.
 
 
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