Alpencross mit dem DAV: Auf neuer Route von St. Anton nach Riva (22. bis 28.08.2020)

Nach dem letzten Alpencross 2017 stand dieses Jahr wieder einmal die Überquerung des Alpenhauptkamms von Nord nach Süd auf dem Programm des DAV Konstanz. Im Gegensatz zu 2017 gab es diesmal einen Gepäcktransport durch Steffi Zieten, während die Etappen wieder von Thomas Zieten geführt wurden.
Start- und Zielort (St. Anton am Arlberg und Riva del Garda) waren identisch mit 2017, und auch die ersten beiden Tage waren, vom Übernachtungsort Ischgl abgesehen, altbekannt. Ab dem dritten Tag jedoch führte uns Thomas eine neue Route über den Kalterer See.


Samstag, 22.08.2020 (St. Anton - Ischgl: 41 km, 1050 hm)
Nach der Anfahrt zum Startpunkt in St. Anton am Arlberg ging es auf die erste Etappe über die Konstanzer Hütte, den Kops-Stausee und Galtür zum ersten Etappenort Ischgl. Sowohl der Wetterbericht als auch das Wolkenschauspiel am Himmel ließ vermuten, dass wir wie schon 2017 geich auf der ersten Etappe nass werden würden - doch weit gefehlt. Trotz defektem Schaltwerk blieben wir dank unserem frühen Eintreffen in Ischgl trocken, der Regen setze erst nach unserer Ankunft ein und auch das Schaltwerk konnte im Bikeshop ersetzt werden.

Sonntag, 23.08.2020 (Ischgl - Sur En: 34 km, 1270 hm)
Am Sonntag führte uns die Route vorbei an der Bodenalpe in die Schweiz, über die Heidelberger Hütte auf den Fimberpass und weiter über Val Sinestra nach Ramosch und unserem nächsten Etappenort Sur En. Auch an diesem Tag hatten wir trotz gut gewarteter Bikes wieder mit der Schalttechnik zu kämpfen. Diesmal rutschte mein Schalthebel an der Hebelverstellung durch, so dass bis zur Fehlerdiagnose und -beseitigung in Sur En das Schalten kaum noch möglich war.
Bereits an diesem Abend schlich sich auch die Erkenntnis ein, dass unser Plan für den nächsten Tag, das legendäre Val d'Uina zu durchqueren, wie 2017 erneut an einem Erdrutsch scheitern würde.

Montag, 24.08.2020 (Sur En - Morter: 85 km, 1820 hm)
Nachdem die ursprünglich geplante Route durch das Val d'Uina nicht möglich war, ging es heute entlang des Inns bis Scuol und über S-Charl auf den Pass da Costainas. Dieser hatte den Vorteil, dass er im Gegensatz zum Val d'Uina komplett mit dem Bike fahrbar ist und bot landschaftlich ebenfalls tolle Eindrücke, bewegt man sich doch am Rande des schweizerischen Nationalparks Engadin und Val Müstair, dem ältesten (seit 1914) Wildnisgebiet der Alpen. Über Santa Maria und Müstair ging es weiter nach Glurns und Prad am Stilfserjoch. Nachdem wir einen kleinen Regenguss im Eiscafé bei herrlichem italienischem Eis abgesessen hatten, fuhren wir noch einige Kilometer durch's Vinschau bis zu unserem nächsten Etappenort Morter am Fuße der Burgruinen Ober- und Untermontani.

Dienstag, 25.08.2020 (Morter - Kaltern: 73 km, 1020 hm)
Zum "Warmfahren", aber insbesondere wegen der tollen Kulisse und einen wirklich netten Serpentinentrail, fuhren wir zunächst etwa 150 Höhenmeter hinauf zur Burgruine Obermontani und nutzen die Kulisse und den Trail für eine kleine Fotosession, bevor wir begannen, über Latsch und entlang der Etsch Strecke durch's Vinschgau in Richtung Kalterer See zu machen. Über San Michele führte uns die Route vorbei am Castel Matschatsch zur Kalterer Höhe und hinab zu unserem nächsten Etappenziel, dem Tannhof, mit herrlichem Blick auf den Kalterer See, den wir auf der Hotelterrasse bei Apfelstrudel und alkoholfreiem Weißbier genossen.

Mittwoch, 26.08.2020 (Kaltern - Spormaggiore: 52 km, 1360 hm)
Nach wenigen Kilometern auf den Bikes nahmen wir heute die Mendelbahn von St. Anton am Kalterer See zur Mittelstation, um uns den 800m-Anstieg auf der stark befahrenen Mendelpassstraße zu ersparen. Doch auch so hatten wir noch einen anstengenden, steilen und teils technisch anspruchsvollen Anstieg vom Riffugio Malga Romeno auf den Roen vor uns. Insbesondere das 360° Panorama war hier trotz starker Bewölkung sehr beeindruckend, was auch die zahlreichen anderen Wanderer und Biker erklärte. Nach einer Rast und dem Sammeln von Kräften ging es in die im oberen Teil durch loses Geröll ebenfalls anspruchsvolle Abfahrt und über den Testa Nera hinab nach Corona. Nach einigen Kiloemetern entlang der Weinstraße mussten wir dann noch den wegen Straßentunnel und Autoverkehr etwas hässlichen Schlussanstieg zu unserem vorletzten Etappenziel, Spormaggiore, erkurbeln.

Donnerstag, 27.08.2020 (Spormaggiore - Riva: 63 km, 1570 hm)
Von Spormaggiore führte uns die letzte Etappe über Andalo zum Lago di Molveno und über San Lorenzo in Banale und den Passo del Balino zum Lago di Tenno. Das Ziel unseres Alpencross, Riva del Garda, lag schon zum Greifen nah. Doch kurz vor der abschließenden Abfahrt, sprichwörtlich auf den letzen Metern, ereilte uns dann noch der erste und einzige Platten. Dessen Reparatur zwang uns, bedingt durch hartnäckigen Luftverlust im Schlauchlos-System aufgrund eines leicht verformten Felgenhorns, zu einer längeren unfreiwilligen Pause. Doch dann waren sie da, die letzten Meter auf der steilen Abfahrt hinab direkt in die Altstadt und an die Hafenpromenade von Riva. Dort angekommen, ließen wir die ereignisreiche Woche bei einem kühlen Bier revue passieren und waren uns erneut einig: Das war noch immer nicht der letzte Alpencross, den wir bestreiten würden.

Freitag, 28.08.2020 (Rücktransport)
Am heutigen Tag stand noch der Rücktransport mittels Bikeshuttle von Riva nach St. Anton am Arlberg sowie die Heimreise auf dem Programm. Alle schwelgten bereits in den Erinnerungen an die vergangene Woche - und manch einer schmiedete insgeheim schon Pläne für die nächsten Bike-Abenteuer.

 

Mehr  Fotos vom Alpencross gibt es in der  Bildergalerie unter Bike-Touren und Bike-Urlaub | 2020.

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DAV: Trailwochenende Davos (17. bis 19.07.2020)

 

Man möchte meinen, irgendwann wird's langweilig, aber ein, zweimal pro Jahr müssen die Trails um Davos einfach sein. So war für mich nach Absage des DAV-Wochenendes von Freitag bis Samstag durch die Tourenleiterin klar, dass ich die Tourenleitung übernehmen will. Also haben wir uns kurzgeschlossen und die Teilnehmer angeschrieben, ob sie nach der ursprünglichen Absage unter neuer "Führung" in Kooperation mit Barbara ("Babsi") ebenfalls mit von der Partie wären. Die Meisten sagten auch sogleich zu. Neu hinzugestoßen sind dann noch Frank und Alex, die jedoch erst ab Samstag konnten, so dass ich das Wochenende für die Interessierten noch bis Sonntag verlängerte.

Der Vorfreude machte dann für den Freitag erst mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn der Wetterbericht sagte mehr und mehr Regen voraus, je näher der Tag rückte. So entschlossen wir uns, erst auf den Abend anzureisen, damit wir zumindest für den Samstag bereits vor Ort sind, um den Tag bestmöglich ausnutzen zu können. Die Entscheidung war auch goldrichtig, denn am Samstag verwöhnte uns das Wetter zumindest mit trockenen, meist sonnigen Bedingungen, wenn auch die Temperaturen recht frisch waren.

Nachdem auch Frank und Alex eingetroffen und alle nach dem Frühstück abfahrtbereit waren, ging es zunächst auf die Mittelstation des Jakobshorn, um uns zum Eincruisen auf dem Flowtrail unter der Seilbahn durch die Anlieger zu drücken. Zurück auf dem Jakobshorn, diesmal auf der Bergstation, nahmen wir den Trail nach Sertig (erste Abfahrt des Alps Epic) unter die Stollen. Während Babsi mit dem Rest der Gruppe zum Kaffee einkehrte, fuhren Frank, Alex und ich über den wieder für Biker geöffneten Trail nach Clavadel und nahmen dann in Davos-Glaris die Seilbahn auf das Rinerhorn und von dort nach der Vesperpause den Trail von dieser Bergflanke erneut nach Sertig.

Eigentlich wollten wir uns nun wieder mit den anderen auf dem Jakosbhorn treffen, um zum Abschluss den Teufi zu fahren und beeilten uns deshalb, wieder auf das Jakosbhorn zu kommen, doch teilte uns dort angekommen Babsi telefonisch mit, dass sie und ihre Freundin Alexandra, die bereits 6 Tage Bikelehrgang in Santa Caterina hinter sich hatten, bereits die Heimreise antreten würden, Martin und Vroni jedoch auf dem Weg auf's Jakobshorn seien. Nach deren Ankunft an der Bergstation nahmen wir gemeinsam den Höhenrücken des Teufi mit der gigantisichen Aussicht auf Davos und den Davoser See in Angriff, doch klinkten sich Vroni und Martin vor den Spitzkehren aus, so dass Frank, Alex und ich den Rest des Teufi-Trails wieder allein unter die Stollen nahmen.

Am nächsten Morgen waren bis auf Martin, Frank, Alex und mich bereits alle abgereist. Wir begannen den Tag bei bestem Wetter mit der Fahrt auf's Weißfluhjoch und dem Wolfgang-Trail, der neben dem Alps Epic-Trail (vom Jakobshorn nach Sertig) zu meinen Lieblingstrails zählt. Und so stand selbiger nach dem Naturtrail vom Jakobshorn unter der Seilbahn zur Mittelstation als nächstes auf dem Programm, gefolgt von nochmals dem Wolfgang-Trail. Leider stand heute ja auch noch die Heimreise an, so dass wir kurz nach 14 Uhr an die Jugendherberge zurück kehrten und uns nach dem nochmaligen Duschen und Verladen der Bikes auf den Heimweg machten.

 

Mehr  Fotos der Touren gibt es in der  Bildergalerie unter Bike-Touren und Bike-Urlaub | 2020.

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DAV-Tour: Segnesböden und Runca-Trail - 05.07.2020

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Zu meiner heutigen DAV-Tour trafen wir uns kurz hinter Flims-Waldhaus auf dem Wanderparkplatz Richtung Laax. Kurzes Chaos um genügend Schweizer Franken als Münzgeld bewirkte der Parkautomat, der offensichtlich relativ neu aufgestellt worden war. Nachdem alle mit ausreichend Münzen versorgt und die Bikes von den Autos abgeladen waren, gab es neben der offiziellen Begrüßung der Teilnehmer den obligatorischen Bike- und Ausrüstungscheck. Von Flimx über Falera brachen wir dann auf den etwa 1200 Hm langen Aufstieg, vorbei an der Alp Nagens und weiter auf den Grauberg auf. Beeindruckend neben dem Bergpanorama war die Leistung unseres ältesten Teilnehmers (71), der den Anstieg (ohne E-Bike !!) mit bravour meisterte.

Nach einer nochmals ausgiebigen Rast an der Bergstation Grauberg mit phantastischer Aussicht ins Tal nahmen wir den Abstieg auf die Segnesböden, die in weiten Teilen wasserüberflutete Hochfläche (Weltnaturerbe) in Angriff. Der Trail zwang uns dabei mit zahlreichen ausgesetzten Passagen leider häufig zum Tragen, jedoch wurden wir durch das herrliche Panorama und das Naturschauspiel Segenesböden entschädigt, von dem alle Teilnehmer sichtlich beeindruckt waren.

Nachdem wir die Hochebene umrundet und dabei mindestens einmal durch Spritzwasser nasse Füße bekommen haben, sollte es entlang der Bergflanke auf felsigem Trail zur Bergstation Naraus gehen. Leider versperrte uns ein Absperrband und der Warnhinweis "Felssturz" den Weg, so dass spontanes Umplanen der Route nötig war. Nach einigen Metern auf einem technisch anspruchsvolleren, mit losem Geröll übersähten Trailabschnitt hatten wir zwei Optionen, bei der wir uns zum Glück richtig entschieden und nach wenigen weiteren Metern auf einen Fahrweg gelangten, der uns unterhalb der Bergstation Naraus dirkekt am Einstieg zum angelegte Runca-Trail ausspuckte. Dieser gehört dank seiner Länge von über 7 km und seines Abwechslungsreichtums zu meinen absoluten Lieblingstrails unter den künstlich angelegten Trails, und auch die Teilnehmer hatten allesamt viel Spaß.

Der lange, kräftezehrende Aufstieg, die Suche nach der Wegalternative sowie zwei Platten auf dem Runca-Trail hatten in der Summe mehr Zeit gekostet, als geplant, so dass wir zurück in Flims bereits die Parkdauer überschritten hatten und die optionale Schleife zu den Aussichtspunkten auf die Rheinschlucht, auch wegen der noch bevorstehenden Rückfahrt, leider entfallen musste. Dank der bereits gewonnenen Eindrücke und Erlebnisse waren trotzdem alle rundum zufrieden.

 

Mehr  Fotos der Tour gibt es in der  Bildergalerie unter Bike-Touren und Bike-Urlaub | 2020.

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